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Nur jeder siebte Deutsche vertraut Finanzberatern

Was haben Deutschlands Fußballspieler und Finanzberater gemeinsam? Sie genießen mit gerade einmal 14 Prozent gleich wenig Vertrauen in der deutschen Bevölkerung. Das ist das wenig schmeichelhafte Ergebnis der aktuell größten europaweiten Vertrauensstudie 2011 der Zeitschrift Reader`s Digest.

Bemerkenswert ist die geringe Vertrauenswürdigkeit der deutschen Finanzberater im Vergleich zu ihren europäischen Kollegen. Die kommen immerhin im Durchschnitt mit 28 Prozent auf eine doppelt so hohe Vertrauensquote. In Schweden liegt sie sogar bei 47 Prozent.

Schlechter als die Finanzberater schnitten in Deutschland nur noch Autoverkäufer und Politiker ab. Nur 10 Prozent beziehungsweise 7 Prozent der Befragten hatten „sehr hohes“ oder „ziemlich hohes“ Vertrauen in diese beiden Berufsstände. Ganz anders ist das Bild dagegen bei den Gewinnern: Feuerwehrleute, Piloten und Krankenschwestern glänzten mit Vertrauensquoten von mehr als 90 Prozent.

Auffällig in der Studie ist auch, dass die Banken in Deutschland nur eine Vertrauensquote von 21 Prozent aufweisen gegenüber 40 Prozent im europäischen Durchschnitt. Sie stehen damit am Ende des Bankenrankings, lediglich Frankreich liegt mit 19 Prozent noch dahinter.

Die beiden großen Vertrauensmarken unter den Finanzdienstleistern in Deutschland sind zum wiederholten Male die Sparkassen bei den Banken und die Allianz bei den Versicherungen.

Mehr als 33.000 Reader’s Digest Leser – davon knapp 8.000 aus Deutschland - beteiligten sich an dieser repräsentativen Umfrage, die im Herbst vergangenen Jahres zum elften Mal nach den vertrauenswürdigsten Berufen in Europa forschte.

Herbert Walter, Gesellschafter bei dem auf Kundenbewertungen für Finanzberater spezialisierten Bewertungsportal WhoFinance: „Die Menschen haben in Finanzdingen ein Elefantengedächtnis. Neues Vertrauen entsteht nach der Finanzkrise nicht über Nacht und schon gar nicht durch Nichtstun. Den Kunden fair zu behandeln und ihm mit höchster Transparenz zu begegnen, ist absolut entscheidend.“ Der Kundenbedarf müsse am Anfang jeder guten Beratung stehen, das richtige Produkt könne nur ein nachgelagertes Thema sein. Walter ist überzeugt, dass es eine elementar wichtige Aufgabe aller Anbieter von Finanzdienstleistungen sei, die viel zu geringe Vertrauenswürdigkeit des Berufsstandes der Finanzberater zu verbessern.

Mustafa Behan, Geschäftsführer des Bewertungsportals WhoFinance, sieht einen ersten wichtigen Schritt für mehr Vertrauen in der Bereitschaft der Finanzberater, sich von ihren Kunden bewerten zu lassen. Behan: „Mit einer von Kunden entsprechend honorierten Leistung könnten sich gute Finanzberater von dem schlechten Image der Branche nicht nur positiv abheben, sondern auch für mehr Vertrauen in diesen Berufsstand sorgen.“

Die rund 15.000 Kundenbewertungen bei WhoFinance zeigen laut Behan, „dass es viele gute Berater in Deutschland gibt“. Dies auf der Basis eines fairen Prozesses publik zu machen, sei auch eine wichtige Aufgabe seines Unternehmens. WhoFinance prüfe daher jede einzelne Kundenbewertung gewissenhaft und aufwendig auf Glaubwürdigkeit, um eine faire Bewertung des Finanzberaters durch seine Kunden sicher zu stellen. kie

Infos zur Studie unter www.rdtrustedbrands.com

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