Markets Update März 2026 - Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt

Autor : Petra Burandt
08. April 2026
Markets Update März 2026 - Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt
  • Energiepreise gestiegen: Druck vor allem auf Europa, Japan und asiatische Schwellenländer
  • Fundamentaldaten stabil: Gewinnerwartungen trotzen dem Kriegsgeschehen
  • Kriegsdauer nicht abzusehen: Iran zeigt aktuell keine Bereitschaft zur Deeskalation

Der Irankrieg hält die Marktteilnehmer weiter in Atem und dominiert das Marktgeschehen. Besonders stark unter Druck stehen die Börsen in Regionen, die in hohem Maße von Energieimporten abhängig sind – und wo die gestiegenen Energiepreise daher eine erhebliche Belastung darstellen. Dazu zählen neben Europa und Japan auch asiatische Schwellenländer. Die USA sind im Gegensatz dazu weniger betroffen, da sie energiepolitisch weitgehend autark sind. Hinzu kommt, dass vor allem große US-Technologiewerte derzeit als sichere Häfen gehandelt werden und daher im Vergleich zu anderen Branchen geringere Kursverluste verzeichneten. Neben soliden Bilanzen und einer starken Marktstellung profitieren sie vor allem von Geschäftsmodellen, die deutlich weniger energiepreisabhängig sind als die klassischen konsumsensitiven Sektoren.

Abgesehen vom Irankonflikt bleibt das Investmentumfeld insgesamt konstruktiv. Die Analysten zeigen sich bislang weitgehend unbeeindruckt vom Kriegsgeschehen und die Gewinnerwartungen sind folglich stabil. Da die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen nachgegeben haben, sind zugleich die Bewertungen gesunken. Zu großer Pessimismus könnte sich daher als kontraproduktiv erweisen, denn die Voraussetzungen für spürbare Kurszuwächse sind grundsätzlich gegeben – vorausgesetzt, der Irankonflikt bleibt zeitlich begrenzt und belastet das Investmentumfeld nicht dauerhaft. 

Allerdings ist schwer abzuschätzen, wie lange der Irankrieg noch anhalten wird. Zwar sitzt das Mullah-Regime weiterhin fest im Sattel. Gleichzeitig haben die USA und Israel aber die iranischen Nuklearanlagen sowie große Teile der militärischen Infrastruktur und Rüstungsindustrie so massiv beschädigt, dass sie daraus einen gesichtswahrenden militärischen Sieg ableiten und ein Ende der Kampfhandlungen rechtfertigen könnten. Vor allem US-Präsident Donald Trump steht außen- wie innenpolitisch zunehmend unter Druck, den Krieg zeitnah zu beenden. Zuletzt hat er seine Rhetorik in diese Richtung angepasst – anders als der Iran, der sich bislang nicht zu einer militärischen Deeskalation bereit zeigt. Vielmehr dürfte das Regime ein Interesse daran haben, die Golfregion zunächst weiter zu destabilisieren und so die Kosten des Angriffs auf den Iran in die Höhe zu treiben, um künftige Angreifer abzuschrecken. Wann der Iran zur Deeskalation bereit sein wird, ist derzeit kaum abzusehen. Solange sind professionelle Anleger gut beraten, an einer ausgewogenen Asset Allocation mit Absicherungselementen festzuhalten.

Petra Burandt

Hannover

4,8 (354)

Zum Profil

Petra Burandt gleich kontaktieren

Dein Vorname *
Dein Nachname *
Deine E-Mail-Adresse *
Deine Telefonnummer
Deine Nachricht

Deine Daten werden vertraulich behandelt – mehr Infos zum Datenschutz. Deine Nachricht wird verschlüsselt übertragen.

Weitere News von Petra Burandt

Petra Burandt

Petra Burandt

4.8 (354)
MLP Hannover · Hannover
News 26.05.2026

Markets Update Mai 2026 - Mega-Börsengänge werfen ihren Schatten voraus

Inflationsrisiken und Zinsdruck: Iran-Konflikt wird immer mehr zum Belastungsfaktor Heißer IPO-Sommer könnte bevorstehen: SpaceX, OpenAI und Anthropic streben an die Börse Vergleich mit ...

Feri Investment Research Asset Allocation Dr. Eduard Baitinger Inflationsrisiken Zinsdruck Aufwärtstrend Aktienmärkte Börsengänge
Mehr lesen
Petra Burandt

Petra Burandt

4.8 (354)
MLP Hannover · Hannover
News 06.05.2026

Economics Update Mai 2026 - Deutsche Konjunktur: Anhaltend magere Aussichten

Bad Homburg, 06.05.2026 von Axel D. Angermann Trotz des Wachstums der deutschen Wirtschaft um 0,3 Prozent im ersten Quartal 2026 bleiben die Wachstumserwartungen für das Jahr 2026 insgesamt se...

Feri Investment Advice Axel D. Angermann deutsche Konjunktur Aussichten Wachstum Wachstumserwartungen Rahmenbedingungen Unternehmertum Investitionen
Mehr lesen
Petra Burandt

Petra Burandt

4.8 (354)
MLP Hannover · Hannover
News 08.04.2026

Economics Update März 2026 - Wie gefährlich ist ein hoher Ölpreis?

Bad Homburg, 07.10.2025, von Axel D. Angermann Stagnierende Aktienmärkte spiegeln stagnierende wirtschaftliche und politische Entwicklung wider Strukturreformen bleiben notwendige Voraussetzu...

Feri Investment Research Axel D. Angermann Aktien Ölpreis
Mehr lesen
Petra Burandt

Petra Burandt

4.8 (354)
MLP Hannover · Hannover
News 08.04.2026

Klimakipppunkte als Risikofaktor für Wirtschaft und Finanzsysteme

Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute, beleuchtet im Absolut Report (März 2026), warum Klimakipppunkte zu einem unterschätzten Risikofaktor für ...

Feri Investment Research Dr. Heinz-Werner Rapp Klimakipppunkte Risikofaktor
Mehr lesen

Vergleiche über 106.285 geprüfte Finanzberater:innen mit echten Kundenbewertungen und individuellen Profilen

Wo suchst Du?

Die besten Berater finden