Manchmal zeigt sich der Wert einer Versicherung nicht beim Abschluss.
Sondern genau dann, wenn es schwierig wird.
Am 29. Juli erhielt ich die Nachricht, dass der Wohngebäudeversicherer eines langjährigen Kunden den Vertrag aufgrund des Schadenverlaufs kündigen wird.
Mir war sofort klar: Das wird eine Herausforderung.
Das Grundstück sowie das Gebäude ist groß und in den vergangenen Jahren waren bereits vier Schäden eingetreten. Für meinen Kunden sehr ärgerlich und nicht von ihm verursacht. Für einen neuen Versicherer trotzdem eine schwierige Risikokonstellation.
🔎 Also begann die Suche.
Nach Abgleich aller Gebäudedaten wurden 30 Versicherungsgesellschaften angefragt.
Das Ergebnis:
❌ 27 Absagen
✅ 3 Angebote
Die Gründe: Vorschäden und Größe des Gebäudes.
Und die Zeit lief:
⏳ Der Versicherungsschutz endete am 29. August.
Am 27. August, gerade einmal zwei Tage vorher, lagen zwei brauchbare Angebote vor: von der ALH Gruppe und der ERGO.
Ein weiteres Angebot der GEV Grundeigentümer-Versicherung folgte später, allerdings ohne Elementarschutz.
Natürlich hatte ich zuvor mehrfach versucht, mit dem bisherigen Versicherer eine Fortführung zu erreichen.
Mein Gedanke:
Wenn der Schadenverlauf problematisch ist, dann lasst uns über Lösungen sprechen.
Höherer Selbstbehalt. Risikozuschlag. Andere Konditionen.
Einen Kunden komplett ohne Wohngebäudeversicherung dastehen zu lassen, sollte die allerletzte Option sein.
Als ich nicht mehr weiterkam, habe ich mich sogar direkt an den Vorstand des Versicherers gewandt.
Aufgeben war keine Option.
🏡 Und am Ende hat es funktioniert.
Das Haus ist heute wieder vollumfänglich inklusive Elementarschutz versichert. Für Leitungswasserschäden wurde ein höherer, aus meiner Sicht vertretbarer Selbstbehalt vereinbart.
Entschieden haben sich meine Kunden für die Alte Leipziger.
Ein großes Dankeschön an Patrick Kling von der Alte Leipziger, der uns ein sehr gutes Angebot ermöglicht hat.
Ebenso an Volker Klose von der ERGO, der als Underwriter trotz der schwierigen Ausgangslage eine gute Alternative angeboten hat.
Nach fast 20 Jahren Selbstständigkeit war das einer meiner schwierigsten Wohngebäudefälle.
🍷 Und dann kam letzte Woche noch eine Überraschung.
Mein Kunde, den ich seit über 15 Jahren betreue, stand plötzlich vor meiner Tür.
In der Hand: eine außergewöhnliche Flasche Rotwein. Als Dankeschön für meinen Einsatz.
Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Nicht wegen des materiellen Wertes, sondern wegen der Wertschätzung dahinter.
Denn für mich zeigt diese Geschichte:
Vertrauen entsteht über Jahre. Wie belastbar es wirklich ist, zeigt sich meistens erst dann, wenn es schwierig wird.
Genau darin sehe ich meine Aufgabe als Versicherungsmakler:
Nicht nur Verträge vermitteln.
Sondern Lösungen finden, wenn es darauf ankommt.
Und den Kunden nicht sprichwörtlich im Regen stehen lassen. ☔️