Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim steigen weiter deutlich.
Eine aktuelle Auswertung zeigt: Im ersten Jahr eines Pflegeheimaufenthalts liegt die durchschnittliche Eigenbeteiligung inzwischen bei 3.237 € pro Monat.
Seit Jahresbeginn entspricht das einem Anstieg von 7,7 %.
Und je nach Bundesland gibt es erhebliche Unterschiede:
Während die durchschnittliche Belastung in Sachsen Anhalt bei 2.849 € und in Sachsen bei 2.982 € liegt, werden beispielsweise in Nordrhein Westfalen und Baden Württemberg bereits mehr als 3.600 € pro Monat fällig.
Für mich zeigen diese Zahlen vor allem eines:
👉 Pflege ist längst nicht mehr nur ein gesundheitliches Risiko, sondern ein erhebliches finanzielles Risiko im Ruhestand.
Denn die gesetzliche Pflegeversicherung ist keine Vollkaskoversicherung. Ein erheblicher Teil der tatsächlichen Kosten bleibt beim Pflegebedürftigen.
Bei 3.237 € monatlich sprechen wir über fast 39.000 € pro Jahr und damit über Beträge, die eine Ruhestandsplanung erheblich verändern können.
Deshalb gehört das Thema Pflege aus meiner Sicht zu einer vernünftigen Vorsorgeplanung dazu.
Dabei muss die Lösung nicht für jeden gleich aussehen. Entscheidend ist vielmehr die Frage:
Wie möchte ich dieses Risiko im Alter finanzieren?
Aus laufenden Renteneinkünften?
Aus vorhandenem Vermögen?
Über Immobilien oder Kapitalerträge?
Oder durch eine zusätzliche private Absicherung?
Je früher man sich diese Frage stellt, desto mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat man.
Denn gute Ruhestandsplanung bedeutet für mich nicht nur, Vermögen aufzubauen, sondern auch darüber nachzudenken, welche Risiken dieses Vermögen später wieder aufzehren könnten.