Was ist besser: Fonds im Depot oder Fonds in einer Police?

Autor : Petra Burandt
28. Mai 2025
Was ist besser: Fonds im Depot oder Fonds in einer Police?

Meines Erachtens nach ist die Frage nicht, was ist besser - richtig wäre die Frage nach dem Ziel bzw. was ist passender!

Fonds im Depot sind Geldanlage. Diese Geldanlagen können für kurz-, mittel- und auch langfristige Investitionsziele gedacht sein. Sie sind jederzeit verfügbar, zum aktuellen Fondskurs.

Fonds in einer Police sind Vorsorge. Ein Vorsorgeprodukt eignet sich besonders gut für einen langfristigen Anlagehorizont. Und je nach Vorsorgeschicht ist eine lebenslange Verrentung möglich oder sogar verpflichtend. 

Ergänzend weise ich gerne auf eine Webinar von Franklin-Templeton hin: "Diese fünf Vorteile bieten Fondspolicen gegenüber Sparplänen"

In diesem Webinar zum Thema "Altersvorsorge" hat Leon Mehic, Vertriebsmitarbeiter bei der Fondsgesellschaftvon Franklin Templeton erläutert, welche Vorteile Fondspolicen gegenüber klassischen Fonds-Sparplänen bieten können– etwa in Bezug auf Steuern, Produktzugang und Absicherung im Alter. Die fünf wichtigsten Punkte zusammengefasst:

1. Vorteil: In einer Fondspolice ist das Langlebigkeitsrisiko versichert.

Viele Menschen unterschätzen, wie alt sie tatsächlich werden. In einer Fondspolice ist das Langlebigkeitsrisiko abgesichert. Wenn der Kunde die Rente wählt, der Versicherer beispielsweise mit einem Lebensalter von 85 Jahren kalkuliert, und der Kunde jedoch deutlich älter wird, erhält er trotzdem die Rente des Versicherers.

2. Vorteil: Fondswechsel innerhalb der Police sind kosten- und abgeltungssteuerfrei

Grundsätzlich sind Fondswechsel innerhalb einer Fondspolice kostenfrei. Die genauen Einzelheiten unterscheiden sich bei unterschiedlichen Versicherern. Über 15 bis 20 Jahre kommt es oftmals zu vielen Wechseln, weshalb sich Kosten bemerkbar machen können. Ebenso fällt keine Abgeltungssteuer beim Wechsel von Fonds in Fondspolicen in der Ansparphase an. Auch das wirkt sich über die Jahre positiv auf die Rendite aus.

3. Vorteil: Kunden erhalten Zugang zu mehr Produkten

In Fondspolicen haben Kunden mitunter Zugang zu exklusiven Fonds von Versicherern oder zu institutionellen Anlageklassen, in die sie sonst nicht investieren könnten.

4. Vorteil: Im Todesfall ist die Auszahlung einkommensteuerfrei

Da es sich bei der Fondspolice um ein Versicherungsprodukt handelt, ist die Todesfallleistung einkommensteuerfrei. Bei einem klassischen Sparplan gibt es diesen Steuervorteil nicht.

5. Vorteil: Steuervorteile in der Entnahme-, Anspar- und Auszahlphase

Auch in der Entnahmephase kommt es zu Steuervorteilen. Entscheiden sich Kunden für die Kapitalauszahlung, greift die sogenannte 12/62-Regel. Ihre Police muss zwölf Jahre gelaufen sein und der Kunde muss mindestens 62 Jahre alt sein, dann bleiben 50 Prozent der Erträge steuerfrei.

Die Leibrente wird monatlich vom Versicherer zusätzlich zur gesetzlichen Rente ausgezahlt. Entscheidet sich der Kunde für eine lebenslange Rente, berechnet sich die Rentenhöhe aus dem angesparten Kapital. Das Besondere: Rentner müssen nur auf den sogenannten Ertragsanteil ihrer Rente Einkommensteuer zahlen. Der Rest bleibt steuerfrei.

Und je älter der Kunde beim Start der Rentenzahlung ist, desto niedriger ist der steuerpflichtige Anteil. Der Grund: die angenommene geringere Restlebensdauer. Je später der Rentenbeginn erfolgt, desto geringer ist der potenziell steuerlich relevante Ertrag und damit auch der Ertragsanteil. Bei einem Rentenbeginn mit 65 Jahren liegt der Ertragsanteil bei etwa 18 Prozent, bei 75 Jahren nur bei 11 Prozent.

Petra Burandt

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