Mustafa Behan, Gründer von WhoFinance, erneut im Gespräch mit Dr. Petra Burandt, Top-Finanzberaterin von MLP aus Hannover:
Expertendialog zum neuen Altersvorsorgedepot, Teil 2.
💰Sollte man seinen alten Riester-Vertrag jetzt schnell kündigen, um auf das neue Altersvorsorgedepot 2027 zu warten? Oder lohnt es sich eher, das Geld direkt in spekulative Einzeltitel zu stecken? Die Rentenreform sorgt für massive Unsicherheit bei Sparern.
In diesem Video räumt Dr. Petra Burandt (Finanzexpertin bei MLP in Hannover) mit den größten Mythen auf und erklärt, warum Abwarten bis 2027 die teuerste Entscheidung sein kann.
💡 FÜR VERBRAUCHER & SPARER: Erfahren Sie, warum Ihr bestehender Riester-Vertrag durch den gesetzlichen Bestandsschutz geschützt ist und eine Panik-Kündigung ein Verlustgeschäft ist. Lernen Sie die richtige finanzielle Rangordnung kennen (z.B. kurzfristiger Notgroschen, mittelfristiges Immobilien-Eigenkapital und/ oder langfristige Vorsorge) und warum Sie den Zinseszinseffekt nicht bis 2027 pausieren dürfen.
💼 FÜR FINANZBERATER & VERMITTLER: Erfahren Sie, wie Sie Mandanten, die vom „Altersvorsorgedepot-Hype“ oder spekulativen Einzeltiteln infiziert sind, strukturiert einfangen. Nutzen Sie den aktuellen Wandel, um die Cashflow-Analyse und die ganzheitliche Vermögensarchitektur Ihrer Mandanten auf ein neues Fundament zu stellen, bevor der Beratungsansturm im Herbst einsetzt.
💡Die 7 zentralen Insights aus dem Interview
1. Keine übereilten Riester-Kündigungen: Das Altersvorsorgedepot kommt zum 01.01.2027, doch bestehende Riester-Verträge genießen gesetzlichen Bestandsschutz. Ein panisches Kündigen, bevor echte Vergleichsdaten vorliegen, ist finanziell unklug.
2. Geldanlage/ Investments und Altersvorsorge strategisch trennen: Fließende Übergänge zwischen freier Geldanlage/ Investments und Altersvorsorge sind bei wachsendem Vermögen normal. Dennoch erfordern existenzielle Ziele im Alter eine verlässlichere Risikostruktur als spekulative Investments.
3. Absage an den Einzeltitel-Hype: Spekulative Trends (wie Einzeltitel oder SpaceX) eignen sich nicht als Basis für die Vorsorge-/ Ruhestandsplanung. Seriöse Altersvorsorge setzt auf breit gestreute, gemanagte Fondskonzepte, Indexfonds (ETFs) und eine feste Vermögensarchitektur.
4. Strategischer Kassensturz hat Vorrang: Vor jeder Produktwahl steht die Cashflow-Analyse: Woher kommt das Geld? Wohin fließt es? Welche Fristigkeiten (kurz-, mittel- oder langfristig) müssen bedient werden?
5. Einhaltung der finanziellen Rangordnung: Altersvorsorge ist nur ein Schritt. Priorisiert werden muss auch der Aufbau eines ausreichenden kurzfristigen Notgroschens und die Bildung von mittelfristigen Konsumrücklagen (z. B. als Eigenkapital für Immobilien).
6. Abwarten bis 2027 kostet bares Geld: Es ist ein schwerer Fehler, den Vermögensaufbau sowie die Vorsorge bis zum Start des neuen Depots 2027 einzufrieren. Zeit und der Zinseszinseffekt sind die mächtigsten Hebel – ungebundene Bausteine sollten sofort bespart werden.
7. Das Depot als Teilstück für Besserverdiener: Für die Kernzielgruppe der akademischen Besserverdiener ist weder "Riester" noch das neue Altersvorsorgedepot eine Universallösung. Es handelt sich lediglich um einen einzelnen Baustein innerhalb eines diversifizierten Gesamtportfolios.