Vertragsabschluss als Student im Jahr 2012 - zu gesunden Zeiten. Mit (halbwegs) den Summen, die als Student halt so möglich sind.
Zwíschendrin: Eintritt ins Berufsleben 2017- Höhere Versicherungssummen wären jetzt angebracht, um eine angemessene Relation zum Einkommen herzustellen
2017-2024: Regelmässig wird der Kunde auf diese Thematik aufmerksam gemacht, ebenso regelmässig sieht er keine Notwendigkeit der Summenerhöhung.
2025: Eintritt Leistungsfall mit 37 Jahren. - wie so oft aktuell: Psychische Erkrankung
Resumee: Der Kunde hat, seinerzeit wohl motiviert durch die Eltern, mit dem frühzeitigen Abschluss der Berufsunfähigkeit, damals alles richtig gemacht. In der Folge jedoch hat er die Wahrscheinlichkeit des Leistngsfalls völlig falsch eingeschätzt und demzufolge:
* Dynamikangeboten öfters widersprochen
* Ist auf die regelmässigen Angebote auf Erhöhung ohne Risikoprüfung !!! nicht eingegangen
Ergebnis: Auch wenn die versicherte Rente mit aktuell knapp 1600 Euro monatlich deutlich über den durchschnittlichen Berufsunfähigkeitsrenten in Deutschland liegt, ergibt sich doch ein nicht unerhebliches Delta zum aktuellen Nettoeinkommen.
Ein paar Hundert Euro Beitragsersparnis in dieser Zeit stehen also mehrere 100000 Euro nicht zu erbringender Leistungen seitens des Versicherers gegenüber.
Natürlich wird unser Kunde hier, wie jeder andere Kunde auch, in jedem gewünschten Umfang beim Leistungsantrag unterstützt. Denn sage und schreibe knapp 40% aller Leistungsanträge werden nicht realisiert, weil dem Kunden unterwegs "die Puste ausgeht". Damit meine ich, in einer ohnehin sehr schwierigen Lebenssituation, sieht er sich oftmals überfordert von den Formularen, den Diskussionen mit Ärzten oder Krankenhäusern und den Unsicherheiten beim Ausfüllen überhaupt. Diese Unsicherheit ist auch angebracht, weil Fehler hier durchaus den Versicherungsschutz kosten können und zur Leistungsablehnung führen können.