Die neue Studie von JLL zeigt ein Problem, das ich in Gesprächen mit Investoren und Eigennutzern seit Jahren beobachte:
Deutschland hat nicht nur zu wenig Wohnungsbau.
Deutschland baut oft am falschen Ort.
Während in vielen Metropolen und Wachstumsregionen Wohnungen fehlen, entstehen gleichzeitig tausende Einheiten in Regionen mit stagnierender oder rückläufiger Nachfrage. Das tatsächliche Neubaudefizit liegt laut JLL bei rund 80.000 Wohnungen pro Jahr und damit deutlich höher als bislang angenommen.
📍 Genau das ist einer der Gründe, warum die Nachfrage nach Wohnraum in vielen Städten trotz schwacher Konjunktur und hoher Zinsen unverändert hoch bleibt.
In meiner Beratungspraxis sehe ich regelmäßig:
➡️ Gut gelegene Wohnungen in wirtschaftsstarken Regionen finden weiterhin schnell Interessenten.
➡️ Die Mietnachfrage bleibt hoch.
➡️ Viele Anleger warten auf sinkende Preise, während das Angebot weiter hinter dem Bedarf zurückbleibt.
Gleichzeitig kämpfen Projektentwickler mit historisch hohen Baukosten und schwierigen Renditekalkulationen. Neubauprojekte rechnen sich vielerorts nur noch im hochpreisigen Segment. Für den Großteil der Haushalte löst das das eigentliche Wohnungsproblem nicht.
Für Investoren in Immobilien als Kapitalanlage ist deshalb eine Frage entscheidender denn je:
👉 Investiere ich in einen Standort mit dauerhaftem Nachfrageüberhang oder in eine Region, die lediglich günstige Kaufpreise bietet?
Der Unterschied wird in den kommenden Jahren vermutlich noch stärker sichtbar werden.