Ein Trampolin direkt an der Grundstücksgrenze. Äste, die auf das Nachbargrundstück ragen. Kinderlärm. Oder die Frage, wer für einen beschädigten Gartenzaun aufkommen muss.
Was zunächst nach einer Kleinigkeit klingt, endet nicht selten beim Anwalt.
In meiner Beratung stelle ich immer wieder fest, dass viele Menschen gar nicht wissen, welche Versicherung in solchen Fällen überhaupt zuständig ist.
Oft höre ich:
„Dafür habe ich doch eine Rechtsschutzversicherung.“
So einfach ist es leider nicht.
Ob die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt, hängt immer vom konkreten Streitfall und den vereinbarten Leistungen ab. Manchmal ist zunächst die Privathaftpflicht gefragt, in anderen Fällen die Wohngebäudeversicherung. Und es gibt Situationen, in denen am Ende jeder seine Kosten selbst tragen muss.
Aus meiner Praxis weiß ich außerdem: Viele beschäftigen sich erst mit ihrem Versicherungsschutz, wenn der Konflikt bereits entstanden ist. Dann ist es für Anpassungen meist zu spät.
Genau deshalb spreche ich mit meinen Mandanten regelmäßig über ihren Versicherungsschutz, bevor etwas passiert. Denn eine Police sollte nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern auch im Ernstfall den gewünschten Schutz bieten.
Der aktuelle Artikel von Pfefferminzia nennt einige typische Beispiele aus dem Alltag:
➡️ Das Trampolin des Nachbarn sorgt für Ärger.
➡️ Ein Baum oder eine Hecke ragt auf das Nachbargrundstück.
➡️ Kinderlärm führt zu Beschwerden.
➡️ Die Solaranlage blendet den Nachbarn.
➡️ Ein Gartenzaun oder eine Mauer wird zum Streitpunkt.
Solche Konflikte wirken oft banal. Sie können aber schnell mehrere tausend Euro an Anwalts- und Gerichtskosten verursachen.
💬 Mich würde interessieren:
Welcher Nachbarschaftsstreit ist euch schon begegnet und konnte er noch einvernehmlich gelöst werden oder musste am Ende ein Anwalt eingeschaltet werden?