Das ist mehr als nur eine Momentaufnahme.
Die aktuelle Analyse vom Institut der deutschen Wirtschaft zeigt, wie angespannt der deutsche Mietmarkt inzwischen ist.
Innerhalb nur eines Quartals sind die Angebotsmieten bundesweit um 4 % gestiegen. In vielen Großstädten und Ballungsräumen fällt der Anstieg sogar noch deutlicher aus: Hamburg +5,5 %, Leipzig +5,4 % oder Essen mit 5 %.
Die Ursachen sind seit Jahren bekannt:
🏗️ Es werden deutlich zu wenige Wohnungen gebaut.
💶 Hohe Bau- und Finanzierungskosten bremsen neue Projekte aus.
📑 Gleichzeitig sorgen Regulierung und lange Genehmigungsverfahren dafür, dass dringend benötigter Wohnraum nur langsam entsteht.
Das Ergebnis erleben Millionen Mieter unmittelbar:
Wer heute eine neue Wohnung sucht, muss häufig deutlich mehr bezahlen als noch vor wenigen Monaten.
Interessant finde ich vor allem einen Punkt:
Die Diskussion dreht sich oft um Mietpreisbremsen oder weitere Eingriffe in den Markt. Der Artikel macht aber deutlich, dass dadurch keine einzige neue Wohnung entsteht. Solange das Angebot nicht wächst, bleibt der Druck auf die Mieten bestehen.
Aus meiner Sicht wird deshalb eine unbequeme Wahrheit immer offensichtlicher:
Wir brauchen deutlich mehr Neubau und bessere Rahmenbedingungen für Investitionen. Denn ohne Investoren gibt es auch keinen zusätzlichen Wohnraum.
Die Entwicklung zeigt einmal mehr, dass Wohnen eines der zentralen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen der kommenden Jahre bleiben wird.
💬 Wie seht ihr das?
Braucht Deutschland vor allem mehr Regulierung auf dem Wohnungsmarkt – oder endlich bessere Voraussetzungen, damit wieder mehr gebaut wird?
Quelle: WirtschaftsWoche & Michael Voigtländer