Der sogenannte Lock-in-Effekt sorgt dafür, dass viele Menschen in ihrer Wohnung bleiben, obwohl sie eigentlich mehr Platz oder eine kleinere Wohnung bräuchten.
Warum?
Weil ein Umzug oft deutlich teurer wäre als die aktuelle Miete. Wer vor Jahren einen günstigen Mietvertrag abgeschlossen hat, würde heute für eine vergleichbare Wohnung erheblich mehr bezahlen.
Die Folgen sehen wir jeden Tag:
➡️ Familien finden keine größere Wohnung.
➡️ Senioren bleiben in Häusern oder großen Wohnungen, obwohl sie sich verkleinern möchten.
➡️ Junge Menschen konkurrieren um immer weniger freie Wohnungen.
Für mich zeigt das vor allem eines:
Der Wohnungsmarkt wird sich nur entspannen, wenn deutlich mehr gebaut wird.
Dafür braucht es bessere Rahmenbedingungen. Weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und weniger Regulierungen würden Investitionen in den Wohnungsbau wieder attraktiver machen. Denn solange das Angebot nicht wächst, verteilt sich die hohe Nachfrage auf immer weniger Wohnungen.
Am Ende trifft das vor allem die Bürger. Wer eine Wohnung sucht, zahlt höhere Mieten, hat weniger Auswahl und muss deutlich länger suchen.
Mehr Neubau ist deshalb kein Wunsch der Immobilienbranche. Er ist eine Voraussetzung dafür, dass Wohnen in wachsenden Städten wie Leipzig und Dresden wieder bezahlbarer wird.
💬 Wie seht ihr das? Sind mehr Regulierungen die Lösung oder brauchen wir vor allem mehr Neubau und einfachere Rahmenbedingungen?