Kurzbeschreibung:
Sie haben Ihr Depot selbst aufgebaut, investieren kostengünstig über einen Neo-Broker und kommen gut zurecht. Doch mit wachsendem Vermögen verändern sich die Fragen: Passt das Risiko noch zu Ihrem Leben, wie fügt sich das Depot in Ihre Gesamtplanung ein – und wann wird aus der Geldanlage echte Vermögensplanung?
100.000 Euro im Depot – und eigentlich läuft doch alles gut
ETF-Sparplan eingerichtet, Kosten niedrig gehalten und über Jahre konsequent investiert: Viele Anleger haben mit Neo-Brokern erfolgreich den Einstieg in den Vermögensaufbau geschafft.
Irgendwann steht dann vielleicht erstmals ein sechsstelliger Betrag im Depot.
Und damit taucht eine interessante Frage auf: Brauche ich jetzt überhaupt noch einen Finanzberater?
Wer nach Kapitalanlage aus Hamburg, ETF-Beratung oder einem Finanzberater in Hamburg sucht, muss dabei keineswegs unzufrieden mit seinem Neo-Broker sein. Im Gegenteil: Die technische Depotführung funktioniert häufig hervorragend.
Der Grund für die Suche ist oft ein anderer. Das Vermögen ist größer geworden – und damit auch die Tragweite der Entscheidungen.
100.000 Euro sind keine magische Grenze
Zunächst ist wichtig: Es gibt keine bestimmte Depotgröße, ab der eine Beratung automatisch sinnvoll wird.
Die 100.000 Euro stehen vielmehr stellvertretend für eine Entwicklung. Aus einem kleinen Sparplan ist relevantes Vermögen geworden.
Bei einem Depot von 10.000 Euro bedeutet ein Kursrückgang von 20 Prozent rechnerisch 2.000 Euro. Bei 100.000 Euro sind es 20.000 Euro, bei 300.000 Euro bereits 60.000 Euro.
Prozentual hat sich nichts verändert. Emotional kann sich dieselbe Schwankung trotzdem völlig anders anfühlen.
Genau dann wird eine Frage wichtiger als die Suche nach dem nächsten ETF:
Passt die bisherige Anlagestrategie noch zu Ihrer heutigen finanziellen Situation?
Das Depot ist nur ein Teil Ihres Vermögens
Viele Selbstentscheider betrachten ihr Depot zunächst isoliert. Das ist beim Einstieg verständlich.
Mit zunehmendem Alter kommen jedoch weitere Vermögensbausteine hinzu: Tagesgeld, betriebliche Altersvorsorge, private Vorsorge, möglicherweise eine Immobilie oder Beteiligungen. Gleichzeitig steigt oft das Einkommen – aber auch die finanzielle Verantwortung.
Eine sinnvolle Vermögensplanung sollte deshalb nicht nur fragen, welche ETFs sich im Depot befinden.
Wichtiger sind Fragen wie:
Wie viel Liquidität benötigen Sie außerhalb des Depots? Welche größeren Ausgaben stehen in den kommenden Jahren an? Gibt es eine Immobilienfinanzierung? Wie viel Kapital soll später für den Ruhestand zur Verfügung stehen? Und welches Risiko können Sie wirtschaftlich tatsächlich tragen?
Genau diesen Ansatz verfolgen wir auch in unserer Investmentphilosophie von L&R FinanzKonzepte: Anlageziele, Zeithorizont, Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit werden gemeinsam betrachtet. Dabei wird ausdrücklich nicht nur das liquide Depot, sondern auch das Gesamtvermögen einschließlich Immobilien berücksichtigt.
„Ich halte Schwankungen aus“ – stimmt das auch bei größerem Vermögen?
Viele Anleger kennen ihre Aktienquote sehr genau. Schwieriger ist die Frage, ob diese Quote auch zur persönlichen Risikobereitschaft passt.
Vielleicht haben Sie Ihr Depot mit Anfang 30 eröffnet. Inzwischen sind Sie 45, haben Kinder, eine Immobilie und 200.000 Euro investiert. Die ursprüngliche Strategie kann weiterhin richtig sein – sie sollte es aber nicht allein deshalb bleiben, weil sie einmal festgelegt wurde.
Zur Beurteilung gehören mehrere Aspekte: Wie reagieren Sie emotional auf Verluste? Wie viel Risiko können Sie aufgrund Ihrer Einkommens- und Vermögenssituation tragen? Wann benötigen Sie Teile des Geldes? Und welche Rendite benötigen Sie überhaupt, um Ihre Ziele zu erreichen?
L&R unterscheidet hierbei unter anderem zwischen Risikobereitschaft, Risikowahrnehmung, Risikotragfähigkeit und Risikobedarf und überprüft das Risikoprofil bei Veränderungen der Lebenssituation erneut.
Beratung bedeutet nicht, dass Sie das Depot abgeben müssen
Gerade erfahrene Selbstentscheider haben manchmal Sorge, dass ein Finanzberater zunächst alles infrage stellt, was sie bisher selbst aufgebaut haben.
Das muss keineswegs der Fall sein.
Vielleicht sind Ihre ETFs sinnvoll ausgewählt. Vielleicht sind die Kosten niedrig und das Portfolio ausreichend diversifiziert. Dann besteht kein Grund, allein wegen einer Beratung alles neu zu strukturieren.
Der Mehrwert kann an einer ganz anderen Stelle liegen: Sparring statt Abgeben.
Sie können die technische Umsetzung weiterhin digital nutzen und gleichzeitig einen Ansprechpartner haben, mit dem Sie Strategie, Risiko und langfristige Ziele regelmäßig hinterfragen.
Das ist ein anderes Verständnis von Beratung als „Welchen Fonds soll ich kaufen?“.
Wann ein Sparringspartner besonders interessant wird
Eine zweite Meinung kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Ihr Depot inzwischen einen wesentlichen Teil Ihres Vermögens ausmacht, Sie mehrere Depots parallel aufgebaut haben oder größere Veränderungen anstehen.
Vielleicht möchten Sie eine Immobilie kaufen. Vielleicht soll das Vermögen später einen Teil Ihres Ruhestandseinkommens liefern. Vielleicht haben Sie ein Unternehmen gegründet oder geerbt. Oder Sie stellen schlicht fest, dass Ihre Motivation sinkt, jeden Finanzartikel selbst zu lesen und jede Entscheidung allein zu treffen.
Dann geht es zunehmend darum, aus einzelnen Anlagen ein belastbares Gesamtkonzept zu machen.
Auch die spätere Ruhestandsplanung wird wichtiger: Irgendwann muss aus dem Vermögensaufbau eine Entnahmestrategie werden. L&R betrachtet dabei ausdrücklich Einnahmen, Liquiditätsreserve, Vermögensstruktur und spätere Entnahmen gemeinsam.
Mensch statt Algorithmus – aber nicht Mensch gegen Technik
Neo-Broker, Apps und digitale Tools sind keine Gegner guter Beratung. Sie können Abläufe vereinfachen und Kosten reduzieren.
Die Stärke eines persönlichen Sparringspartners liegt an einer anderen Stelle.
Eine App kennt den Depotwert. Ein Gespräch kann klären, warum Sie das Geld überhaupt investieren.
Ein Algorithmus sieht Ihre Wertpapiere. Ein Berater kann Immobilie, Altersvorsorge, Liquiditätsreserve, Familie und berufliche Entwicklung in das Gesamtbild einordnen.
Gerade deshalb suchen viele gut informierte Anleger irgendwann nicht jemanden, der ihnen Geldanlage „erklärt“, sondern jemanden, der ihre Entscheidungen kritisch mitdenkt.
Bei der Wahl eines solchen Ansprechpartners können Erfahrungen anderer Kunden Orientierung bieten. Das aktuelle WhoFinance-Profil von Tobias Riefe weist 461 geprüfte Bewertungen mit 4,9 von 5 Sternen aus. Geldanlage gehört mit 196 Bewertungen zu den besonders häufig bewerteten Beratungsthemen.
Fazit: Sie müssen nicht zwischen Neo-Broker und Beratung wählen
Wenn Sie Ihr Depot erfolgreich selbst aufgebaut haben, gibt es keinen Grund, diesen Erfolg kleinzureden.
Mit wachsendem Vermögen verändern sich jedoch die Aufgaben. Statt nur Wertpapiere auszuwählen, geht es zunehmend darum, Risiko, Liquidität, Immobilien, Altersvorsorge und langfristige Ziele zusammenzubringen.
Die richtige Frage lautet deshalb nicht:
„Kann ich mein Depot weiterhin selbst verwalten?“
Sondern:
„Möchte ich weiterhin jede strategische Finanzentscheidung allein treffen?“
Beides kann unterschiedlich beantwortet werden.
Ihr Depot ist gewachsen und Sie möchten Ihre Strategie einmal mit einem erfahrenen Sparringspartner überprüfen? Vereinbaren Sie ein Kurzgespräch. Dabei geht es zunächst nicht darum, Ihr Depot umzubauen, sondern darum, herauszufinden, ob Ihre heutige Vermögensstruktur noch zu Ihren Zielen passt.