1. Visualisiere deine Geldströme:
Erstelle eine Mindmap zu deinen Geldströmen.
Wie funktioniert dein Kontenmodell?
Wo liegt dein Sicherheitsbetrag und wie groß ist der?
Welche Sparraten hast du und in welchen Größenordnungen bist du wo investiert?
Welche Raten, Laufzeiten und Restschulden haben deine Darlehen?
2. Welche Risiken gibt es in deinem Leben, die alles zum Einsturz bringen können?
Werde dir dieser Risiken bewusst und checke, ob du diese abgesichert hast.
„Die Restschuld auf unser Haus beträgt 350.000€. Wenn ich sterbe, muss mein Partner das Haus abbezahlen können. Deswegen haben wir eine Lebensversicherung über 120.000€.“ löst das Risiko nicht.
Frag dein Umfeld, ob du Risiken übersehen hast.
3. Wofür das alles?
Was ist dein Antrieb und was sind deine (finanziellen) Ziele im Leben?
Versehe konkrete Zahlen mit einem Datum.
Ist das nicht möglich, stecke Zwischenziele und plane die nötige Flexibilität für spätere Anpassungen ein.
4. Sind die Assets on track?
Passen die Sparraten und Guthaben zu deinen Zielen und ist es realistisch, dass du diese erreichst?
Wenn du 20% p.a. Rendite brauchst, passt das nicht.
Nimm realistische Zahlen aus der Historie, am besten 20 Jahre und mehr und zieh zur Sicherheit noch 1% p.a. ab.
5. Versuche keine Überperformance zu erzielen
Alles, was du speziell auf diverse Sektoren oder Kontinente setzt, sind Wetten. Die gehen auf oder nicht. Niemand kann in die Zukunft sehen und drei YouTube-Videos und ein Handelsblattabo befähigen dich nicht, morgens beim Müsli zum Supertrader zu werden. Ausgebildete Vollzeitteams versuchen über Jahre eine Überperformance zu erreichen und scheitern mehrheitlich.
6. Vergiss Inflation und andere Unwägbarkeiten nicht:
Die Inflation ist das absolute Minimum, was einkalkuliert werden sollte.
(Wirtschafts-)Politisch ändern sich regelmäßig weitere Einflussfaktoren, wie Steuersätze, Freibeträge, Sozialversicherungsbeiträge, Zinssätze etc.
Niemand kann Zeitfenster von 5 Jahren und mehr vorhersehen. Lass Puffer, falls diese Einflüsse gegen dich arbeiten.
Ich sehe schon die Berufskollegen in den Kommentaren ausflippen, was alles fehlt. Ja, diese Aufzählung ist bei weitem nicht vollständig. ABER (ich habe nur 3.000 Zeichen^^)! Wer es selbst macht, wird es nicht perfekt machen und will es nicht perfekt machen.
Ich koche viel und gerne und behaupte, ich kann das überdurchschnittlich gut. Mein bester Freund ist ausgebildeter Koch. An den werde ich nie rankommen und ja, der schlägt auch die Hände über seinem Kopf zusammen.
Desto mehr Zeit man mit etwas verbringt, desto besser wird man darin.
Ein Berater, der sich die ganze Woche genau damit beschäftigt, sieht Risiken und Potenziale, die du nicht siehst und auch nicht umsetzen wirst. Wer die bestmögliche Lösung sucht, kommt um eine unabhängige, offene und transparente Beratung nicht drumherum.
Wen das Prädikat „Selbstgemacht“ stolz, zufrieden und unabhängig macht, der soll es bitte tun.