Die neuesten Zahlen machen auf den ersten Blick Hoffnung.
Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete im Juni, dass von Januar bis April 2026 13,2 % mehr Wohnungen genehmigt wurden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Das ist ein positives Signal. Mehr aber auch nicht.
Denn aus meiner Erfahrung in der Immobilienberatung weiß ich: Eine Baugenehmigung ist noch keine fertige Wohnung. Zwischen Genehmigung, Baustart und Fertigstellung vergehen oft Jahre. Steigende Baukosten, Finanzierung und wirtschaftliche Unsicherheiten führen außerdem dazu, dass Projekte verschoben oder teilweise gar nicht umgesetzt werden.
Deshalb finde ich die aktuelle Auswertung von RealEstatePilot besonders spannend. Statt nur auf Genehmigungen zu schauen, wurden die aktiven Wohnbauprojekte analysiert und ausgewertet, wie viele Wohnungen nach heutigem Stand bis Ende 2028 entstehen sollen.
📍 Das sind die Spitzenreiter:
🥇 Berlin: 43.520 Wohnungen
🥈 München: 19.486 Wohnungen
🥉 Hamburg: 16.526 Wohnungen
Weitere interessante Ergebnisse:
🏙️ Leipzig kommt mit 161 aktiven Wohnbauprojekten auf 8.595 geplante Wohnungen.
📈 Nürnberg überrascht mit 7.977 geplanten Wohnungen und liegt damit bereits auf Platz 6 – noch vor Frankfurt am Main und Köln.
Ein weiteres Ergebnis bestätigt einen Trend, den ich seit Jahren beobachte:
Die meisten Neubauprojekte entstehen weiterhin in wirtschaftsstarken Regionen. Besonders Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen sowie die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg bleiben die wichtigsten Wachstumsmärkte. Gleichzeitig gewinnen die Umlandgemeinden der großen Metropolen weiter an Bedeutung.
Für Kapitalanleger ist das eine wichtige Entwicklung. Denn wo Wohnraum entsteht, verändern sich Angebot, Nachfrage und langfristig auch die Chancen am Immobilienmarkt.
💬 Welche Stadt überrascht euch am meisten? Und wo seht ihr in den kommenden Jahren das größte Potenzial?