Warum die meisten Anleger an der Börse Geld verlieren – und wie Sie es besser machen
Die Börse ist ständig in Bewegung, und gelegentliche Marktkorrekturen – etwa ausgelöst durch geopolitische Krisen wie aktuell im Iran – sind völlig normal. In solchen Phasen reizt es viele Anleger, den Ausstieg zu suchen, um nach dem Ende des Kursrutsches günstiger wieder einzusteigen. Doch genau hier liegt die Falle: Wer kann schon zuverlässig vorhersagen, wann der Tiefpunkt erreicht ist oder wann eine Erholung beginnt?
Der Versuch, den perfekten Zeitpunkt für Kauf oder Verkauf zu finden, nennt man „Market Timing“. In der Praxis erweist sich diese Strategie jedoch meist als Trugschluss. Häufig handeln Anleger rein intuitiv, und das „Bauchgefühl“ ist an der Börse selten ein guter Ratgeber. Das Resultat: Die Entscheidungen fallen oft zu spät – sowohl beim Ausstieg als auch beim Wiedereinstieg.
Besonders tückisch ist die Angst vor dem falschen Einstiegszeitpunkt bei steigenden Kursen. Viele warten dann ab, in der Hoffnung auf einen Rücksetzer. Doch wenn die Kurse dann tatsächlich fallen, trauen sich die wenigsten, wieder zu investieren, weil sie weitere Verluste fürchten. So verpasst man den richtigen Moment und ist letztlich in beiden Richtungen zu spät dran.
Wissenschaftliche Untersuchungen der letzten 50 Jahre zeigen ein klares Bild: Wer versucht, Marktbewegungen aktiv vorherzusehen, erzielt meist eine schlechtere Rendite als Anleger, die einfach investiert bleiben. Warum? Weil man erst im Nachhinein weiß, wann der Markt seinen tiefsten oder höchsten Stand hatte.
Die Lösung: „Buy and Hold“
Für die meisten Anleger ist ein „Soforteinstieg“ mit langem Atem die klügere Wahl. Bei der sogenannten Kaufen-und-Halten-Strategie werden Wertpapiere erworben und über viele Jahre gehalten. So lassen sich kurzfristige Marktschwankungen gelassen aussitzen.
Das Plus durch Rebalancing
Ergänzen lässt sich dieser Ansatz durch ein regelbasiertes Rebalancing. Dabei bringen Sie Ihr Portfolio in festen Intervallen immer wieder auf Ihre gewünschte Zielgewichtung zurück – zum Beispiel 70 % Aktien und 30 % Anleihen. Der Vorteil: Sie handeln automatisch antizyklisch. Gut gelaufene Anlagen werden mit Gewinn realisiert, während schwache Anlagen zu günstigeren Preisen nachgekauft werden. Gleichzeitig stellen Sie sicher, dass Ihr persönliches Risiko-Rendite-Profil konstant bleibt.
Fazit: Die Kombination aus einer langfristigen „Buy and Hold“-Strategie und einem regelbasierten Rebalancing ist ein erprobtes Rezept für erfolgreichen Vermögensaufbau – vor allem dann, wenn Sie auf kosteneffiziente Instrumente setzen.
Haben Sie noch Fragen zu diesem Ansatz oder möchten Sie Ihre Anlagestrategie gemeinsam optimieren? Ich stehe Ihnen gerne für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung.