Markets Update März 2026 - Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt

Markets Update März 2026 - Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt
  • Energiepreise gestiegen: Druck vor allem auf Europa, Japan und asiatische Schwellenländer
  • Fundamentaldaten stabil: Gewinnerwartungen trotzen dem Kriegsgeschehen
  • Kriegsdauer nicht abzusehen: Iran zeigt aktuell keine Bereitschaft zur Deeskalation

Der Irankrieg hält die Marktteilnehmer weiter in Atem und dominiert das Marktgeschehen. Besonders stark unter Druck stehen die Börsen in Regionen, die in hohem Maße von Energieimporten abhängig sind – und wo die gestiegenen Energiepreise daher eine erhebliche Belastung darstellen. Dazu zählen neben Europa und Japan auch asiatische Schwellenländer. Die USA sind im Gegensatz dazu weniger betroffen, da sie energiepolitisch weitgehend autark sind. Hinzu kommt, dass vor allem große US-Technologiewerte derzeit als sichere Häfen gehandelt werden und daher im Vergleich zu anderen Branchen geringere Kursverluste verzeichneten. Neben soliden Bilanzen und einer starken Marktstellung profitieren sie vor allem von Geschäftsmodellen, die deutlich weniger energiepreisabhängig sind als die klassischen konsumsensitiven Sektoren.

Abgesehen vom Irankonflikt bleibt das Investmentumfeld insgesamt konstruktiv. Die Analysten zeigen sich bislang weitgehend unbeeindruckt vom Kriegsgeschehen und die Gewinnerwartungen sind folglich stabil. Da die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen nachgegeben haben, sind zugleich die Bewertungen gesunken. Zu großer Pessimismus könnte sich daher als kontraproduktiv erweisen, denn die Voraussetzungen für spürbare Kurszuwächse sind grundsätzlich gegeben – vorausgesetzt, der Irankonflikt bleibt zeitlich begrenzt und belastet das Investmentumfeld nicht dauerhaft. 

Allerdings ist schwer abzuschätzen, wie lange der Irankrieg noch anhalten wird. Zwar sitzt das Mullah-Regime weiterhin fest im Sattel. Gleichzeitig haben die USA und Israel aber die iranischen Nuklearanlagen sowie große Teile der militärischen Infrastruktur und Rüstungsindustrie so massiv beschädigt, dass sie daraus einen gesichtswahrenden militärischen Sieg ableiten und ein Ende der Kampfhandlungen rechtfertigen könnten. Vor allem US-Präsident Donald Trump steht außen- wie innenpolitisch zunehmend unter Druck, den Krieg zeitnah zu beenden. Zuletzt hat er seine Rhetorik in diese Richtung angepasst – anders als der Iran, der sich bislang nicht zu einer militärischen Deeskalation bereit zeigt. Vielmehr dürfte das Regime ein Interesse daran haben, die Golfregion zunächst weiter zu destabilisieren und so die Kosten des Angriffs auf den Iran in die Höhe zu treiben, um künftige Angreifer abzuschrecken. Wann der Iran zur Deeskalation bereit sein wird, ist derzeit kaum abzusehen. Solange sind professionelle Anleger gut beraten, an einer ausgewogenen Asset Allocation mit Absicherungselementen festzuhalten.

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Petra Burandt

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Dieser Beitrag wurde am 08.04.2026 veröffentlicht von:
Petra Burandt

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