Konflikt im Nahen Osten - Bedeutung für die Kapitalmärkte

Konflikt im Nahen Osten - Bedeutung für die Kapitalmärkte

Die Luftschläge der USA und Israels auf den Iran sowie die Reaktion des Mullah-Regimes darauf schüren die Ängste vor einem großen Krieg in der Region. Der politische Ausgang eines solchen Konfliktes lässt sich nur schwer vorhersagen. Ob sich die aktuelle Marktschwankung als kurzfristiges Ereignis erweist oder eine längere Phase der Unsicherheit einleitet, hängt entscheidend von drei Faktoren ab: der Dauer des Konflikts, dem Ausmaß der Beeinträchtigung des Energietransports sowie dem politischen Endzustand.

 

Die Kapitalmärkte schauen durch solche Entwicklungen zumeist relativ schnell hindurch. Sie konzentrieren sich auf die harten wirtschaftlichen Fakten. Wirtschaftlich bedeutsam ist der Konflikt vor allem aus zwei Gründen. Zum einen, weil die Anrainerstaaten des Persischen Golfs zu den weltweit größten Produzenten fossiler Brennstoffe gehören. Zum anderen, weil Staaten wie Saudi-Arabien, Irak oder Kuwait ihre Gas- und Ölexporte durch die Straße von Hormus lenken müssen.

 

Der Konflikt dürfte den Inflationsdruck wieder ansteigen lassen. Steigende Inflationszahlen limitieren die Möglichkeiten von Zinssenkungen für die Notenbanken mit entsprechenden Auswirkungen auf Risiko-Assets wie Aktien, Rohstoffe, langlaufende Anleihen, Immobilien usw. Unsichere Zeiten eröffnen für langfristig orientierte Anleger jedoch gute Einstiegschancen für Neuanlagen.

Mehr erfahren Sie hier

Sascha Knapp

Erfahren Sie mehr über den Finanzexperten.
Zum Beraterprofil

Alle Beiträge

Alle Artikel von Sascha Knapp
Zu den Beiträgen

WhoFinance

Finden Sie die richtige Beratung in Ihrer Nähe.
Zu WhoFinance
Dieser Beitrag wurde am 06.03.2026 veröffentlicht von:
Sascha Knapp

aus Frankfurt am Main

5,0 (123)

Sascha Knapp gleich kontaktieren

Ihre Daten werden vertraulich behandelt - mehr Infos zum Datenschutz. Ihre Nachricht wird verschlüsselt übertragen.

Weitere News von Sascha Knapp

18.04.2026
Geldanlage

Zwischen Kriegsmüdigkeit, KI-Euphorie und schwächerem Goldpreis

Zwischen Kriegsmüdigkeit, KI-Euphorie und schwächerem Goldpreis Ein Blick auf die aktuelle “FOMO-Rally“   „Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft“ Bertolt Brecht   Die letzten Wochen waren von erheblicher Unsicher... weiterlesen
08.04.2026
Geldanlage

Zu früh für eine Entwarnung

Weltweit reagieren die Anleger erleichtert auf die angekündigte Kampfpause im Iran. Die Aktienkurse schießen nach oben und der Ölpreis sinkt deutlich. Doch für eine endgültige Entwarnung ist es noch zu früh. Der Weg zu einem echten Frieden ist noc... weiterlesen
02.04.2026
Geldanlage

Öl-Schock, Inflations- und Zinssorgen

Die Gemengelage aus Irankrieg, Ölkrise und Zinssorgen sorgt für fallende Kurse. Die seit Jahresbeginn defensivere Ausrichtung in den Portfolien unserer Vermögensverwaltung hat sich daher ausgezahlt. Durch die aktuelle Börsenkorrektur hat sich das... weiterlesen