Öl-Schock, Inflations- und Zinssorgen
Die Gemengelage aus Irankrieg, Ölkrise und Zinssorgen sorgt für fallende Kurse. Die seit Jahresbeginn defensivere Ausrichtung in den Portfolien unserer Vermögensverwaltung hat sich daher ausgezahlt. Durch die aktuelle Börsenkorrektur hat sich das teure Bewertungsniveau an den globalen Aktienmärkten ein wenig abgesenkt. Die Kursrückgänge treffen bislang auf weiterhin steigende Gewinnerwartungen bei den Unternehmen. Dies haben wir für eine kleine Erhöhung der Aktienquoten ausgenutzt. Auch sind steigende globale Barreserven und höhere Put/Call‑Ratios an den Kapitalmärkten zu beobachten. Noch ergeben sich für Aktien jedoch keine klaren Kaufsignale hierzu wären deutlichere Kursrückgänge notwendig.
Kurzfristig bleibt an den Börsen weiterhin also alles vom Iran‑Krieg und vom Ölpreis abhängig. Das Hauptproblem dieser Energiekrise liegt jedoch weniger beim Öl als vielmehr beim Gas. Der weltweite Transport von Flüssiggas (LNG) dürfte durch die Beschädigungen für Jahre stark reduziert bleiben. Präsident Trumps Signale zur weiteren Strategie sind widersprüchlich, eine mögliche Deeskalationsstrategie ist nicht zu erkennen und die Länge des Konfliktes bleibt weiterhin ungewiss. Je länger der Krieg andauert, desto größer wird das Risiko einer steigenden Inflation und desto größer wird das Risiko von Zinserhöhungen. Dies würde die Aktienmärkte deutlich unter Druck bringen.
Haben Sie Mut für das Investment in Aktien!