Die Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen- und dann ab ins Krankenhaus ???
Der Mensch ist nicht logisch. das erlebe ich immer wieder.
Ein Kunde, ehemaliger Student, jetzt Akademiker, schliesst vor mehr als 10 Jahren seine Berufsunfähigkeitsversicherung ab.Der Vertrag ist jetzt ausserordentlich werthaltig, da insbesondere die Fristen bei etwaiger Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht sämtlich verjährt sind.
Vor gut einer Woche kündigt er. Ich frage nach, genau so wie ich alljährlich nach Veränderungen im Leben meines Kunden nachgefragt habe. Besonders in dieser Situation will ich ihn vor den Nachteilen der Kündigung bewahren- und innerhalb gewisser Fristen und bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen kann man die Wirkung der ausgesprochenen Kündigung durchaus "heilen."
Ich holte mir jedoch eine derbe Abfuhr ein: Mein Insistieren empfand der Kunde als "Kinderbetreuung"; er habe seine Versicherungsangelegenheiten sehr wohl im Griff.
Ist das logisch ? Ist das nachvollziehbar ? Selbst wenn es sich um eine (wahrscheinlich) kleinere Erkrankung handelt, selbst wenn andere Absicherung besteht (was ich nicht glaube), warum sollte ich einen Vertrag in dieser Situation kündigen bzw. die Kündigung widerrufen, bei einem Barwert von locker knapp 1 Million Euro ?
Daher meine Überzeugung: Der Mensch ist nicht logisch und handelt oft auch nicht logisch. (Den Schreiber eingeschlossen.) :)