Freiberuflich erfolgreich – warum Standardlösungen selten ausreichen
Kurzbeschreibung:
Freiberufler:innen haben andere Spielregeln als Angestellte: schwankende Einnahmen, keine Lohnfortzahlung, Eigenverantwortung bei Vorsorge. Dieser Leitfaden zeigt, wie du Versicherungen, Liquidität, Kapitalanlage und Finanzierung so strukturierst, dass dein Business stabil bleibt.
1) Erst die Basis: drei Existenzrisiken im Blick
Freiberuflich heißt: Du trägst die Risiken selbst. Priorität haben Haftung, Krankheit und Berufsunfähigkeit.
- Privathaftpflicht schützt vor teuren Schäden im Alltag; je nach Tätigkeit ergänzt eine Berufs-/Vermögensschadenhaftpflicht.
- Kranken-/Pflegeversicherung: Leistungen, Selbstbehalte und Beitragsentwicklung realistisch prüfen. Und Krankentagegeld nicht vergessen!
- Berufsunfähigkeitsversicherung: Zielgröße ca. 70 % des Nettoeinkommens bis 67; wichtiger als der Preis sind Bedingungen (Tätigkeitsbild, Verzicht auf abstrakte Verweisung, Leistungs-/Beitragsdynamik, ggf. AU-Klausel). Als Versicherungsmakler Hamburg vergleichen wir Tarife und Berufsgruppeneinstufungen transparent.
2) Liquidität & Puffer: ohne Reserve wird’s teuer
Baue einen Notgroschen von 6–12 Monatsausgaben auf – getrennt von der Steuer-Rücklage. Kurzfristiges Geld parkt auf Tages-/Festgeld. So musst du bei Flauten keine Verträge kündigen und bleibst handlungsfähig.
3) Kapitalanlage: wissenschaftlich diversifiziert, ohne Zieldepot-Buzzwords
Statt Trend-Picking setzen wir auf einen breit gestreuten, evidenzbasierten Ansatz mit globalen Aktien- und Anleihenbausteinen, systematisch strukturiert (u. a. Faktoren wie Größe/Profitabilität). Keine „Zieldepots“ – stattdessen klare Regeln: feste Aktienquote passend zu deinem Zeithorizont, automatisches Sparen, jährliches Rebalancing, Disziplin in turbulenten Märkten. So wächst Vermögen planbar.
4) Altersvorsorge: flexibel denken
Freiberufler:innen kombinieren oft private Vorsorge mit Wertpapieren. Wer über eine Kapitalgesellschaft arbeitet, kann betriebliche Altersvorsorge als Benefit prüfen; Solo-Selbstständige nutzen alternativ die Basis-Rente. Wichtig ist die Verzahnung mit BU und Liquidität, damit Beiträge dauerhaft tragfähig bleiben.
5) Finanzierung & Immobilien
Ob Büro, Praxis oder Eigenheim – Finanzierung gehört ins Gesamtkonzept: realistische Rate (30–35 % vom Netto als Obergrenze), passende Zinsbindung, Sondertilgungen und ein Puffer für Reparaturen. Für Hamburg prüfen wir parallel KfW/IFB-Programme (z. B. klimafreundlicher Neubau, Sanierung) und stimmen die Unterlagen bank-fertig ab.
6) Prozess statt Produkt: so läuft die Zusammenarbeit
- Kurzgespräch (20–30 Min.) – Ziele, Einnahmen, Risiken, Zeitplan.
- Datencheck – Gesundheitsangaben, Verträge, Einnahmen/Ausgaben.
- Konzept – Absicherung, Liquidität, Anlage, Finanzierung – sauber dokumentiert.
- Umsetzung & Wartung – jährlicher Check, Anpassungen bei Umsatzsprung, Familienzuwachs, Tätigkeitswechsel, etc.
7) Häufige Stolperfallen
- BU-Rente zu niedrig angesetzt (unter 60 % Netto).
- Kein sauberer Puffer, dafür hochriskante Einzelanlagen, wie z.B. Kryptowährungen.
- Verträge ohne Blick aufs Zusammenspiel (z. B. doppelte Lücken zwischen Krankentagegeld und BU).
- Finanzierung ohne Reserven: jede Reparatur wird zum Stressfaktor.
Fazit:
Freiberuflicher Erfolg ist planbar – mit klaren Prioritäten und einem Konzept, das Schwankungen aushält und Chancen nutzt. Wir strukturieren das gemeinsam – verständlich, auf Augenhöhe.
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