Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen – und worauf sollten Sie achten?

Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen – und worauf sollten Sie achten?

Ein Forward-Darlehen ist eine Form der Anschlussfinanzierung: Sie sichern sich heute den Zinssatz für ein Darlehen, das erst in der Zukunft startet (meist nach Ablauf Ihrer aktuellen Zinsbindung). Das kann Ihnen Planungssicherheit geben – kostet aber in der Regel einen Zinsaufschlag.

Kurz erklärt: Was bringt Ihnen ein Forward-Darlehen?

  • Zinssicherheit für die Zeit nach der aktuellen Zinsbindung
  • Planbare Rate für die Zukunft
  • Frühe Klärung, statt später unter Zeitdruck entscheiden zu müssen

Je nach Anbieter können Sie sich Konditionen bis zu ca. 60–66 Monate im Voraus sichern.

 

Wann ist ein Forward-Darlehen typischerweise sinnvoll?

Ein Forward-Darlehen kann passen, wenn mehrere Punkte zusammenkommen:

  • Ihre Zinsbindung läuft in absehbarer Zeit aus (z. B. 6–60 Monate) und Sie wollen frühzeitig Klarheit.
  • Ihre Restschuld ist relevant hoch – kleine Zinsunterschiede wirken dann stark.
  • Planungssicherheit ist Ihnen wichtiger als die Chance, auf fallende Zinsen zu hoffen.
  • Sie möchten Handlungsspielräume behalten (Tilgungssatz, Sondertilgung, Laufzeitgestaltung) und das sauber in Ihre Gesamtplanung integrieren.

 

Was kostet ein Forward-Darlehen?

Der Hauptkostenpunkt ist der Forward-Aufschlag (Zinsaufschlag pro Monat Vorlaufzeit). Häufig bewegen sich Angaben im Bereich von ca. 0,01 % bis 0,03 % pro Monat (je nach Bank/Markt).

Aktuell gibt es zum Teil niedrigere Spannen bzw. Phasen ohne Aufschlag – das hängt stark vom Anbieter und der Vorlaufzeit ab.

 

Wichtig: In der Forward-Phase zahlen Sie noch keine Zinsen und keine Tilgung, weil die Auszahlung erst später erfolgt.

 

Welche Risiken sollten Sie kennen?

  • Zinsen fallen: Dann ist Ihr gesicherter Forward-Zins im Nachhinein eventuell höher als ein späterer Abschluss.
  • Nichtabnahme/Planänderung: Wenn sich Ihre Situation bis zur Auszahlung stark ändert, können Kosten entstehen (je nach Vertrag).
  • Zu früh sichern: Langer Vorlauf erhöht meist den Aufschlag – und damit die „Preisprämie“ für Sicherheit.

 

Mini-Checkliste: So treffen Sie die Entscheidung sauber

  • Restschuld + Ablaufdatum der Zinsbindung notieren
  • Haushaltsrechnung: Welche Rate ist sicher tragbar – auch bei Stress-Szenarien?
  • Zins-Szenarien rechnen (z. B. +0,5 / +1,0 Prozentpunkte zum heutigen Marktzins)
  • Angebote vergleichen – Sie sind nicht an Ihre aktuelle Bank gebunden.
  • Tilgung/Sondertilgung/Tilgungssatzwechsel passend zu Ihren Zielen wählen

 

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Tobias Riefe

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Dieser Beitrag wurde am 17.02.2026 veröffentlicht von:
Tobias Riefe

aus Hamburg

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