Wie Inflation entsteht und wie Du dein Geld davor schützt

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„Das klingt so, als würde auf lange Sicht einfach alles steigen?!“

Diese Frage stellte mir letztens eine Kundin mitten im Beratungstermin. Wir hatten soeben ihre Investitionsmöglichkeiten, deren Vor- und Nachteile und deren Kurstreiber und Risiken besprochen. ETFs, Edelmetalle, Immobilien. Die Frage ist berechtigt. Die Antwort lautet meiner Überzeugung nach, JA!

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Statistiken. Langfristig sind die Preisentwicklungen von weltweit breitgestreuten ETFs, Gold und Silber und den Immobilien in Deutschland exponentiell. Die Kurven sehen aus, wie die rechte Seite einer Halfpipe. Doch warum ist das so?

Seit dem Ende der 70er Jahre hat der Kapitalismus sich grundlegend geändert. Unsere Währungen sind nicht mehr 1:1 mit physischem Gold gedeckt oder an eine Währung gekoppelt, welche gedeckt ist. Das bedeutet, die Zentralbanken sind jederzeit in der Lage Geld zu drucken. Dafür schmeißt heute keiner mehr den Drucker an, sondern das geschieht über die Vergabe von Krediten. Wer da genauer einsteigen will, dem sei dieser Film empfohlen:

Oeconomia - 3sat-Mediathek

Wir erhöhen somit nahezu permanent die umlaufende Geldmenge. Wirtschaftlich ist das auf den ersten Blick toll, vergleichbar mit „über Los gehen“ bei Monopoly. Es kommt Geld rein, welches ausgegeben werden kann. Sei es ein Sondervermögen, sei es neue Infrastruktur oder das Gehalt für (neues) Personal. Die beauftragten Firmen verdienen somit Geld, bezahlen (neue) Mitarbeiter, machen Gewinne usw. Das frische Geld rieselt so in die breitere Wirtschaft und kann am Ende im Supermarkt, für den nächsten Urlaub etc. ausgegeben werden. Im Endeffekt wird die Nachfrage nach Wirtschaftsgütern erhöht. Die Produzenten merken das und erhöhen dementsprechend die Preise. Et voilà, wir haben Inflation.

Betrachten wir nun den langfristigen Chart zur Geldmenge, stellen wir fest, dass dieser den langfristigen Charts der Assets verdammt ähnlichsieht. Umgekehrt sieht es aus, wenn wir die Entwertung des Geldes vs. Gold uns anschauen. Geld, dessen Umlaufmenge Jahr für Jahr steigt, trifft auf das physisch begrenzte Gut Gold. Gleiches gilt für Aktien oder Immobilien (Kurzfristige Ausnahmesituationen oder lokale Besonderheiten ausgenommen). Eine langfristig unbegrenzte Geldmenge treibt mit der steigende Umlaufmenge über Zeit die Preise für diese Assets in die Höhe.

Verlieren tun vor allem die, die nicht investieren (können). Die sind der Inflation, der Entwertung des Geldes, also dem Kaufkraftverlust ihres Barvermögens ausgesetzt. Wer breit gestreut investiert, entzieht sich nicht der Inflation, hat dieser aber was entgegenzusetzen und profitiert im Idealfall noch von der Erhöhung der Geldmenge.

Wie schützt du deine Kaufkraft ganz konkret – und was war deine wichtigste Lektion dabei?

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Dieser Beitrag wurde am 25.02.2026 veröffentlicht von:
Wilhelm Seidemann

aus Dresden

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