Kennst du diese zwei Ecken im Garten, die seit Monaten ‘mal eben’ gemacht werden sollen?
Eine Familie ist nach dem Erstgespräch begeistert, die Chemie stimmt und wir wollen zusammenarbeiten. Wir besprechen, welche Unterlagen ich benötige und diese lassen auf sich warten. Tage, Woche, Monate. Erinnerungen werden beantwortet mit „Sorry, war viel los“. Ich fühle mit. Schließlich haben wir selbst zwei Kinder. Sachen bleiben liegen. Die zwei, drei Ecken im Garten, die seit Monaten gemacht werden sollen. Jeder Gärtner leidet wahrscheinlich innerlich. Wäre gar nicht viel Aufwand. Paar pflegeleichte Pflanzen und in ein paar Monaten oder Jahren sind sie ein Blickfang.
Ich sehe hier, vergleichbar zum Gärtner bei uns, eine exponentielle Kurve. Das Vermögen dieser Familie über die nächsten Jahrzehnte. Jeder Tag, jede Woche, jeder Monat, den sie später mit dem Investieren anfangen, fehlt am Ende beim Zinseszinseffekt. Der langweilige Teil der Kurve am linken Rand, der bleibt. Der steile, rechte Teil wird Monat für Monat ein Stück wegradiert. Die ersten Jahre ist die Rendite in Euro häufig im Wert von „sich was gönnen“, „zusammen Essen gehen“. Was die Kunden übersehen, ist die rechte Seite nach 20+ Jahren. Dann springen jährlich plötzlich mehrere Monatsgehälter an Rendite raus. Der wichtigste Faktor beim Zinseszinseffekt ist, neben der Rendite, die Zeit. Jahr für Jahr baut sich hier was auf. Wir Menschen, eher festgefahren in linearen Welten, unterschätzen oft den langfristigen Effekt solch einer exponentiellen Entwicklung.
Beispiel aus dem Kundenkreis:
18-jähriger Azubi fing bei mir mit seinem ersten 25,-€ Sparplan an. Nach paar Monaten wurde daraus ein 50,-€ Sparplan. Heute, nach abgeschlossener Ausbildung, angehangenem Fernstudium sind es mehrere hundert Euro mtl. Das Depot ist mittlerweile gefestigt im 5-stelligen Bereich. Ich habe noch die Unterlagen vom ersten Termin. „Eine eigene Wohnung konnte sich noch nie jemand in meiner Familie leisten. Das ist ein Traum, aber…“ Jetzt ist er 24 und wir reden über die erste Wohnung zur Kapitalanlage. Kein Traum, eine Möglichkeit. Der Lohn für den frühen Beginn und das Durchhalten über mehrere Jahre.
Anderes Beispiel:
Familie möchte ihr Traumhaus finanzieren. Kaufpreis 550.000€. Eigenkapital 450.000€. Wo kommt das Geld her? Über fast zwei Jahrzehnte eisern zusammengespart. Wow! Respekt! Der Preis: Zu kleine Wohnung, wenig Konsum, wenig Urlaub und so viel gearbeitet, wie geht. Die Sparrate lag bei über 50% des Nettoeinkommens! Angelegt haben Sie nie etwas, maximal Tagesgeld. Mir blutet das Herz. Bei einer breit gestreuten Anlage würden wir heute wahrscheinlich über ein 7-stelliges Vermögen reden.
Fangt an! Euer Zukunfts-Ich in 20, 30, 40 Jahren dankt es euch, dass ihr nicht Monat für Monat den rechten, steilen Teil der Kurve wegradiert habt. Nein, ihr habt ihm die Möglichkeit gegeben, die daraus resultierende Freiheit zur Verfügung zu haben.
Welche ‘Garten-Ecke’ schiebst du finanziell gerade vor dir her?